War das eine WM für die Deutsche Mannschaft um den neuen Kapitän Phillip Lahm. Im ersten Spiel gegen Australien, fegte man den Gegner vom Platz, die Euphorie kam langsam in Bewegung. Die Fahnen an den Autos nahmen aber nur langsam zu, ich spreche hier aus dem Raum Bayerischer Wald, wie es in den Großstädten aussah zu diesem Zeitpunkt kann ich leider nicht sagen.
Das zweite Spiel gegen Serbien wurde verloren und auch der Wille der Fans wurde ein kleines bisschen zurück geschraubt, man glaubte aber dennoch an das weiterkommen ins Achtelfinale.
Das dritte Vorrundenspiel, ein kleines Endspiel, gegen Ghana war wie schon in den Vorberichten zu sehen, ein schweres. Ghana erspielte sich gute Chancen, aber die Mauer um Friedrich, Lahm, Mertesacker und Neuer hielt Stand. Ein Solo durch den überragenden Ösil führte zum 1:0 Erfolg der deutschen Mannschaft. Man hatte das Achtelfinale erreicht. Jetzt konnte man auch die Fahnen an den Autos, an den Häuser mehr und mehr sehen.
Der Gegner im Achtelfinale, kein geringer als die Mannschaft aus England, die mit Stars, wie Rooney, Lambard etc. gespikten Inselianer gingen forsch in das Spiel hinein. Deutschland spielte das Achtelfinale wie ein Weltmeister ohne Titel, England wurde klar mit 4:1 Toren geschlagen. Obwohl es beim Stand von 2:1 eine Art Wembley-Tor geben sollte. Manuel Neuer kann den Schuss von Lambard nicht abwehren, dieser schlägt an der Latte ein, von da springt der Ball ins Tor und wieder hinaus in Neuer´s Händen. Heraus zu heben war hier der 20jährige Müller, der die Engländer aus dem Achtelfinale schoss.
Im Viertelfinale dann ein weiterer Klassiker, Deutschland gegen Argentinien. Im verbalen Vorfeld gab es bereits Auseinandersetzungen, Lahm, Schweinsteiger sagten die richtigen Worte an die Öffentlichkeit, und Diego Armando Maradona konterte mit schlagkräftigen Argumenten. Bereits in der dritten Minute traf Müller nach Freistoß Schweinsteiger, die Argentinier sicherlich geschockt. Deutschland bestimmte über die gesamte Spielzeit das geschehen und ging verdient als Sieger vom Platz, wieder hatte man 4 Treffer erzielt.
Im Halbfinale nun die Mannschaft, die uns, bei der EM2008 im Finale mit 1:0 besiegt hatte, ein Tor von Torres war bei dieser EM ausreichend für den Titel. Nun gestern im Halbfinale bei der WM2010 stellte sich von Beginn ein Bild ein, dass Deutschland hier wohl nicht viele Chancen haben würde. Die Spanier spielten so gut, wie ich bisher noch keine Mannschaft bei der WM gesehen habe. Der starke Miro Klose, hatte nicht eine Möglichkeit im Spiel, indem er ein Tor erzielen müsste. Podolski hatte wohl zu viel Respekt auf der linken Seite, so rannte er meist hinterher und konnte keine entscheidenden Akzente setzen, die wären so wichtig gewesen. Bei Stand von 0:0 hätte Toni Kroos der Held des Tages werden können, er wurde eingewechselt und wurde durch einen Zuckerpass von Ösil, hoch bedient, er nahm den Ball per Innenrist und wollte Ihn mehr oder weniger in das kurze Eck lenken. Ich sage, er hätte es sich trauen sollen und den Ball per Vollspann probieren, ich glaub der wäre im langen Eck gelandet
. Aber, hätte er den Ball 10 Meter übers Tor geschossen, dann hätte man genau das Gegenteil gesagt. Es kam wie es kommen musste, Deutschland bekam in der 73.Min den Gegentreffer über einen Eckball, Manuel Neuer konnte hier den Ball nicht halten.
Nun muss man im Semifinale, wer auch immer diesen Ausdruck kreiert hat, es ist ein blöder Ausdruck. Im Spiel um Platz 3 bei der WM2010 stehen sich nun GER und die URU´s gegenüber. Will man die WM versöhnlich beenden, will man die WM mit einem Lachen beenden, müsste man gegen die URU gewinnen. Was sicherlich nicht leichter fällt, als gegen Spain zu verlieren, die URU´s sind kämpfer und stehen hinten ziemlich dicht. Samstag um 20:30 Uhr startet das Spiel und wir dürfen gespannt sein, welche Leistung die Mannschaft um Jogi Löw nochmals abrufen kann. Für manche Spieler wird sicherlich ein kleiner Alptraum von 2006 im Hinterkopf stecken, wieder nur um Platz 3 …
Kopf hoch jungs, die Mannschaft ist jung, und wird sich in den nächsten Jahren nochmals weiterentwickeln, so darf man auf die EM2012 gespannt sein.
