Die Wichtigkeit einer validen Backlinkstruktur sollte für jeden erfahrenen Suchmaschinenoptimierer außer Streit stehen. Beim „Wie“ allerdings, scheiden sich oft die Geister der Experten und angehenden Oberchecker.
In der Theorie reicht es, ganz tolle, einzigartige und interessante Inhalte zur Verfügung zu stellen, die werden dann von alleine durch etliche Seiten verlinkt. Tja, das mag vielleicht im privaten Bereich gelten, wenn man zB einen guten Artikel wie diesen schreibt
Die kommerzielle Realität schaut leider geringfügig anders aus: für ein Blockbusterkeywort mit mehr als 100k Suchanfragen im Monat ranke ich nicht einfach mit einem Fingerschnippen unter den TOP3.
Das sanfte und unaufdringliche Nachbessern der Position in den SERPs wird unter anderem durch Linkaufbau erreicht. Für Google ist das thematische Umfeld der Linkquellen allerdings immer wichtiger. Es macht also weniger Sinn, von einer Finanzberatung zu einer Pokerseite zu verlinken … als zB von einer Familienseite zu einem Shop für Kinderbekleidung. Kleine Eselsbrücke für Einsteiger: Der beste Backlink ist von der Startseite deines direkten Mitbewerbers!
Von einer reziproken Verlinkung spricht man dann, wenn zwei Seiten direkt Links tauschen. Seite A linkt also direkt auf Seite B und umgekehrt. Kritiker dieser Vorgehensweise gehen in der Regel von einer Abstrafung (sprich Verschlechterung der Position) in Folge solcher reziproker Verlinkung aus. Die meisten Webmaster scheuen diese Taktik wie der Teufel das Weihwasser – warum eigentlich?
Wenn diese These tatsächlich stimmen würde, gäbe es keinen einzigen Blog in den SERPs. Insbesondere im Blogbereich wird durch automatische Trackbacksysteme und Blogrolls das reziproke Linken geradezu forciert, negative Konsequenzen scheint es aber für die Blogs keine zu geben, eher im Gegenteil. Auch bei thematisch verwandten Seiten dürfte es recht häufig vorkommen, dass Links vollkommen ohne Absprache aufeinander gesetzt werden. Dies abzustrafen, würde dem Sinn der Links als Empfehlung für eine Webseite zuwiderlaufen.
Ich persönlich halte es meist mit dem Hintergedanken „Ist ein Link für den User sinnvoll, wird auch Google nichts dagegen haben“ Und bei einer natürlich gewachsenen Linkstruktur wird es zu 100% den einen oder anderen reziproken Link geben. Erst wenn der größte Teil der Backlinks aus reziproken Links besteht, wird Google das mahnende Auge auf deine Webseite richten - wenn überhaupt.
Gastbeitrag von Thomas Thaler – www.urlauburlaub.at
RSS Feed
Twitter
August 25th, 2010
Stephan
Posted in
Tags: 


Absolut. Reziproke Links gehören einfach zum natürlichen Linkmix. Und grade für Betreiber kleinerer Seiten ist es völlig normal, sich gegenseitig zu verlinken. Sollen die etwa noch Satellitenprojekte aufbauen, nur um Google glücklich zu machen?
Google unterscheidet die Seitentypen – d.h. ein reziproker Blog Link ist nicht gleich ein reziproker Link zwischen zwei Hotelseiten.
Ich bin aber auch der Meinung das Google gefällt, was für den User Sinn macht. Z.b. macht es für den User Sinn, wenn ich als Webdesigner Links zu Referenzseiten poste und von dort Links aus einem Partnerbereich zurück kommen. Wenn ich allerdings auf Teufel komm raus, in klassischer (antiquierter) SEO-Weise mit allem Links tausche was PR> 3 hat , sollte ich eine reziproke Verlinkung vermeiden.
Wenn jeder der Privat eine Homepage betreibt jetzt ein Portfolio von mehreren hundert Websites führen müsste nur um von Google nicht für reziproke Links abgestraft zu werden, würde Google sich damit doch bloß selbst ins Knie schießen. Wenn natürlich ein unvorsichtiger SE Optimierer glaubt er kann inherhalb seiner hundert Sites durch reziprokes Verlinken alle auf einmal bei Google pushen, dann gehört er mit recht von den ersten Rängen verbannt.
@ Michael: Sehe ich genauso. Zumal man heute weiß, dass die Verlinkung unter den eigenen Seiten keinen Sinn macht.
Finde es im Grunde genommen nicht schlimm eine Linkpartnschaft einzugehen. Doch ist mir aufgefallen, wie im Artikel schon beschrieben, dass viele Webmaster sich extrem dagegen scheuen von ihrer eigenen "Moneysite" zurückzuverlinken.